Projekt en plein air
en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel
7.5.2011 - 3.10.2011
Die Ausstellungshäuser des Worpsweder Museumsverbundes haben sich neu aufgestellt und im Ort entsteht eine attraktive Flaniermeile. Die Große Kunstschau hat ihre Baumaßnahmen im Mai 2011 mit feierlicher Wiedereröffnung beendet, die weiteren Häuser mit der Eröffnung der Sonderausstellung "Heinrich Vogeler. Künstler Träumer Visionär" im Mai 2012.
„en plein air“ gibt als ungewöhnliches Kunstprojekt der Gemeinde Worpswede im Sommer 2011 eine gleichermaßen überraschende wie spannende Antwort auf die besondere Situation der Ausstellungshäuser. Worpsweder Kunst geht quasi von drinnen nach draußen, zurück zu den Wurzeln. Sie begibt sich dorthin, wo sie – angeführt von Fritz Mackensen und seinen Malerfreunden - den herrschenden akademischen Regeln zum Trotz ursprünglich entstand: „en plein air“ – unter freiem Himmel.
Das Künstlerdorf und seine unmittelbare Umgebung präsentierte sich also als Freilichtbühne für einen bunten Bilderbogen. Viele bekannte Motive quer durch die Worpsweder Kunstgeschichte waren dabei, in die sich aktuelle Werke einmischten. Knapp 20 Künstlernamen waren vertreten, darunter Heinrich Vogeler, Hans am Ende, Fritz Mackensen und Otto Modersohn für die ersten Worpsweder Maler und Paula Modersohn-Becker, Lisel Oppel und Udo Peters für die nachfolgenden Generationen. Exemplarisch waren auch noch einige zeitgenössische Künstler mit im Spiel, die mit ihrem künstlerischen Schaffens bereits Eingang in die Worpsweder Museen gefunden haben, darunter Uwe Häßler, Margaret Kelley und Pit Morell.
30 Stationen boten mit ihren Abbildungen in großer Dimension eindrucksvolle visuelle Erlebnisse, die es im Rahmen von Führungen oder im Wege kleiner oder auch ausgedehnter Spaziergänge individuell zu entdecken galt. Dabei ergaben sich durch die Standorte reizvolle Blickwinkel und interessante Vergleichsmomente.
Die Motive erzählen Geschichten vom Dorf, den Künstlern und der nach wie vor faszinierenden Landschaft, und ebendort waren sie auch zu finden: z.B. im alten Ortskern am Rathaus, versteckt im Wald der Marcusheide nahe der Käseglocke, oben auf dem Weyerberg oder in der Niederung an der Hamme vor Neu Helgoland, wo wie ehedem die Torfkähne an- und ablegen.
Kurzinformationen lüfteten für den Betrachter das Geheimnis, wo die Gemälde im Original zu Hause sind. Mit dieser spielerischen Attitüde machte „en plein air“ Lust auf die Suche und Annäherung an Worpsweder Kunst in ihrer Einzigartigkeit als Teil der wertvollen musealen Sammlungen.
Auftakt des Projekts war die Eröffnung am 7. Mai 2011 um 17.00 Uhr vor der Kulisse des Heinrich-Vogeler-Museums am Barkenhoff, und zwar „en plein air“ - unter freiem Himmel!
Worpswede im Taschenformat
Als „en plein air“ am 3. Oktober 2011 endete, startete das Projekt in die zweite Runde. Dann wanderten die auf fester Plane abgebildeten Kunstwerke in die Werkstatt. Hier verwandelten sich die Prints in gleichermaßen attraktive wie alltagstaugliche und wetterfeste Taschenformate mit Unikatcharakter.
Schon während der Ausstellung konnte man sein individuelles Wunschmodell kreieren und reservieren. Dazu wurde einfach die Tasche ausgewählt (5 verschiedene Modelle standen zur Wahl), das Lieblingsbild ausgesucht, Farbe und Material bestimmt und bestellt.


